Archiv für den Monat: Oktober 2009

Quo Vadis Onkologie

Ein Bericht von Lothar Hirneise zur Einladung, anlässlich des Kongress am 24.10.2009 in Stuttgart

9.Deutscher Alternative Krebstag

Lothar Hirneise

Lothar Hirneise

Sehr geehrte Damen und Herren

Die konventionelle Onkologie versucht mit alle Mitteln, den für so viele Krebskranke katastrophalen Status Quo noch so lange als möglich zu erhalten. Dies geschieht hauptsächlich dadurch, indem man versucht Patienten und Ärzte davon zu überzeugen, dass es neue Mittel gäbe, um Krebszellen abzutöten. Doch wer sich hiervon nicht blenden lässt, erkennt sehr schnell die Halbwahrheiten hinter solchen Meldungen. Denn die Wahrheit ist, es gibt schon seit vielen Jahren überhaupt keine neuen Medikamente, die auch nur ansatzweise dazu beigetragen hätten, dass Menschen länger am Leben bleiben. Ganz im Gegenteil, teilweise sterben heute Krebskrake sogar früher, wie das Prof. Hölzel vom Tumorregister in München am Beispiel metastasierender Brustkrebs aufzeigen konnte.

Auch die täglich zu Unrecht gelobten Angiogeneseblocker wie z.B. Avastin konnten bisher nur aufzeigen, dass sie hervorragend zur Aktionärsbefriedigung beitragen können, mehr aber nicht. Weitere Beispiele sind monoklonare Antikörper, die fälschlicherweise immer noch als wahre Wundermittel gegen Krebs verkauft werden. Als Musterbeispiel kann man hier sicherlich Herceptin nennen. Vor ein paar Jahren als Wundermittel bei Krebs vorgestellt und Verursacher von Kosten im Bereich von 40.000 Euro pro Patientin und Jahr, hat bis heute in keiner Studie bewiesen, dass Frauen auch nur einen Tag länger leben, wenn sie dieses Medikament bekommen. Das Schlimmste daran ist jedoch, dass Patienten heutzutage nicht mehr länger leben müssen, um teure Medikamente zu bekommen, sondern es reicht heute schon eine Verlängerung der rezidivfreien Zeit oder der Beweis, dass Tumore durch eine Therapie etwas kleiner werden.

Aus oben benannten Gründen wird es Zeit, dass die Wege der unkonventionellen Onkologie größere Wegweiser erhalten. Diese werden im 21.Jahrhundert jedoch selten von Ärzten, sondern immer häufiger von Patienten errichtet, denn sie sind es, die massenhaft Chemotherapien und

Bestrahlungen verweigern und sich nach alternativen Pfaden umschauen. Wenn wir es ernst meinen mit unseren Aussagen, dass wir wirkliche Alternativen zur konventionellen Medizin haben, dann wird es auch in der alternativen Onkologie Zeit, weitaus mehr über den Tellerrand einzelner Krebszellen hinaus zu schauen. Wir sollten uns nicht nur Gedanken darüber machen, wie wir Krebszellen anstatt mit Chemikalien, mit Strom, Hochdosis Vitamin C, Ukrain, Carnivora oder Hormonblockern abtöten können. Stattdessen sollten wir uns vielmehr Gedanken darüber machen, WARUM ein Mensch zu dieser Zeit an diesem Ort eine Zellveränderung bekommen hat und was ihm diese Regulation seines Körpers sagen will. Wir sollten beginnen langsam aber sicher zu verstehen, dass es zwar oftmals notwendig ist, Tumore zu zerstören, aber dass es wahrscheinlich in vielen Fällen besser ist, den Tumor nicht zu attackieren, sondern den Körper und den Geist neu zu gestalten, damit beide keine Tumore mehr benötigen. Erst wenn wir den Mythos von der ach so bösen Krebszelle entmystifizieren, werden wir gemeinsam Rom auf der onkologischen Straße erreichen.

Hilfreich wäre schon heute, wenn wir alle das Spiel: „Meine Therapie ist besser als deine“ im Interesse von Millionen von Krebskranken ad acta legen würden. Lassen Sie uns also alle zukünftig noch viel mehr aufeinander zugehen, uns austauschen und unsere Eigen-interessen etwas in den Hintergrund stellen, damit wir alle eines Tages die übermächtige Angst vor dem Wort Krebs verlieren werden.

Carpe diem,

 

Ralf Kollinger

Ralf Kollinger

 

 

 

 

 

dem kann ich mich nur anschließen!