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Multiple Sklerose – SKANDAL / umstrittenes MS-Präparat

AchtungPresse Information vom 19. Februar 2015 Coordination gegen BAYER-Gefahren e.V.
Initiative Selbsthilfe Multiple Sklerose Kranker e.V. (MSK)

Umstrittenes MS-Präparat von BAYER
Hohe Kosten bei zweifelhaftem Nutzen“ 

Das MS-Präparat BETAFERON gehört mit einem Umsatz von über einer Milliarde Euro zu den profitabelsten Medikamenten der Firma BAYER. Unabhängige Studien bescheinigen dem Präparat jedoch wenig Nutzen. Kritiker fordern die Offenlegung aller Industrie-Zuwendungen an Ärzte, Fachgesellschaften und Selbsthilfegruppen.

Trotz häufiger Nebenwirkungen werden die meisten MS-Patienten zu einer Therapie mit BETAFERON oder anderen Interferonen gedrängt. Dabei zeigen unabhängige Untersuchungen, dass die Behandlung nur einen geringen Nutzen hat. So wertete die Cochrane Collaboration, ein unabhängiges Netzwerk von Ärzten, Wissenschaftlern und Patientenvertretern, 44 Studien aus und folgerte, dass „das Kosten/Nutzen-Verhältnis ungünstig sein könnte“.

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So können Interferone bei lediglich 16 Prozent der frisch Erkrankten einen zweiten Schub verhindern; bei fünf von sechs Patienten zeigen sie keinerlei Wirkung. Im Fall einer chronifizierten, schubförmig verlaufenden MS helfen die Präparate bloß in vierzehn Prozent der Fälle. Die Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf kommt daher zu dem Ergebnis, dass „die Vorstellungen zur Wirkung von Interferonen auf Vermutungen basieren“. Bei einer von Beginn an manifesten Multiplen Sklerose ohne Schübe hätten die Mittel, so die Hamburger Ärzte, keinerlei Nutzen.

Die Gabe von Interferonen ist häufig mit schweren Nebenwirkungen verbunden, darunter Nierenleiden (bis hin zu Todesfällen), Fieber, Muskelschmerzen und Depressionen. Laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) können Nierenschädigungen noch Jahre nach den Injektionen auftreten. Dennoch wird die Mehrzahl der MS-Betroffenen mit Interferonen behandelt. Die jährlichen Behandlungskosten pro Patient liegen bei 15 – 20.000 Euro. Den Kassen entstehen dadurch enorme Kosten – laut dem jüngsten Arzneimittelreport der Barmer GEK sind MS-Präparate einer der großen Kostenfaktoren im Arzneimittelbereich.

Jan Pehrke von der Coordination gegen BAYER-Gefahren: „Der Großteil der MS-Kranken wird mit teuren und nebenwirkungsreichen Präparaten behandelt, deren Nutzen gering ist. Dies lässt sich nur mit dem großen Einfluss der Hersteller auf Ärzte, Fachgesellschaften und Selbsthilfegruppen erklären. Wir fordern eine Offenlegung aller Zuwendungen, um eine unabhängige Bewertung von Interferonen zu ermöglichen.“

Richard Grabinski von der Selbsthilfe Multiple Sklerose Kranker (M.S.K.) ergänzt: „In der Fachzeitschrift Lancet erschien eine Untersuchung zur Wirksamkeit von Interferonen. Hierfür wurden alle randomisierten und plazebokontrollierten Studien zur schubförmigen MS einer genauen Auswertung unterzogen. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass durch die große Anzahl von Studienabbrechern, die in den Auswertungen der Interferon-Studien nicht berücksichtigt wurden, das Ergebnis „geschönt“ wurde. Eine breite Anwendung der Interferone sei daher nicht zu rechtfertigen. Kritisiert wird in der Meta-Studie auch, dass es „eine verheerende Entwicklung ist, wenn die beteiligten Pharmaunternehmen Einfluss auf die Auswertung nehmen oder die Veröffentlichung unbequemer Ergebnisse verhindern können.““ Die M.S.K. ist gemeinnützig und lässt sich nicht sponsern, um ihre Unabhängigkeit zu bewahren.

Die Firma BAYER hat beste Beziehungen zu Ärzten, medizinischen Fachgesellschaften und Selbsthilfegruppen aufgebaut. 21 der 24 Ärzte, welche die Behandlungsleitlinie für Multiple Sklerose erstellt haben, fanden sich bereits auf der Lohnliste der Industrie. Zuwendungen flossen für Forschungsvorhaben sowie für Vorträge, Berater- oder Gutachter-Tätigkeiten. Dass sich die Investitionen lohnen, zeigt das Fazit der Leitlinie: „Die mittlerweile über 20-jährige Erfahrung mit den rekombinanten Beta-Interferonen in der Behandlung der MS belegen deren gutes Nutzen/Risiko-Profil in der Basis-Therapie.“

Wegen der langen Behandlungsdauer von MS-Betroffenen ist das Segment besonders lukrativ. Die Fertigung von Interferonpräparaten war ursprünglich kostenintensiv, was zu hohen Medikamentenpreisen führte. Dieses Preisniveau blieb für alle folgenden MS-Präparate der Maßstab, obwohl die Herstellungskosten inzwischen deutlich sanken. BAYER produziert BETAFERON inzwischen nicht mehr selbst, sondern lässt es von einem Zulieferer preisgünstig herstellen.

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f. Coordination gegen BAYER-Gefahren e.V.

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Quelle:
Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG)

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Kollinger Telegramm: Handy – Krebs oder die Millenium Tumore wie ich sie nenne (Hirntumore)

Mein geheimes Interview –
Hat stattgefunden „Wie sicher sind wir?“

Mehr Senibilisierung und Aufklärung muss den Bürger erreichen.

Mobilfunkexperte Dr. George J. Carlo, Washington DC Dr. No ? Ralf Kollinger Arzt, Wissenschaftler und Jurist – Handys sind nicht sicher!Die Millenium-Tumore wie ich sie nenne. Hirn-Tumore durch Entstehung schädigender Elektro-Magnetischer-Felder, Wellen und Strahlen! Die bedrohlichen Krankheitsursachen des 21. Jahrhunderts!!!

Es gibt keine Untersuchungen an Menschen die einen schlüssigen Beweis der Sicherheit von Handys geben. Es wurde nie untersucht, inwieweit sie in das biologische System eingreifen. Handy am Kopf: Einzel- und Doppelstrangbrüche der DNA, dies führt zu genetischen Schäden und schlimmer noch, zu Gehirntumore und niemanden scheint es zu stören!

Chemotherapie: Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren Arzt oder Apotheker ist genauso unsinnig wie im Vergleich zu Mobilfunk: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren Handyladen oder Mobilfunkanbieter. Sie sind alle Gefangene eines unguten, vom Profit getriebenen System inkl. dem Gesundheitssystem.

Es sind immer wieder Einzelne, die aus der Menge heraustreten um Großes anzustoßen. –Und wenn auch noch, wie hier in diesem Fall der Mobilfunkexperte Dr. George J. Carlo als gutachterlicher Wissenschaftler und Jurist von der Industrie  beauftrakt wird die Sicherheit von Handys zu beweisen und er herausfindet, dass sie es nicht sind, wird er auf einmal zum größten Gegenspieler der Industrie. Der Entstehung von Tumore bin ich seit über 12 Jahren auf der Spur, nun werden Issels, Nieper und Andere, die sich auch diesem Thema widmeten nicht die Kurzwellen, Mikrowellen, Mobilfunk, W-LAN uns weiteres auf dem Plan gehabt haben. Zivilisationsbedingte Veränderungen der Neuzeit. Wie sicher sind wir? Das Handy ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken, aber was unternimmt die Forschung, die Industrie um sie / (UNS) sicher zu machen?

Für mich bedeutet es, dass ich aufmerksam werde und mehr und mehr den Mess- und Regeltechniker auf die Spur komme um diesen Dingen den Gar auszumachen. Abschirmungen und Entschärfung. Arztpraxen und Kliniken sind selten entstört, wenn ich das mal so sagen darf, genauso die Schlaf- und Arbeitsplätze. Antennen am Kopf: Von der Industrie wird kaum ein Einlenken stattfinden, dies würde einem Schuldeingeständnis gleichkommen und Milliardenprozesse mit sich ziehen. In Jahren werden Innovationen kommen, nur was passiert bis dahin? Man beachte Aspest, Amalgam, Quecksilber, nutzlose Chemotherapien, nutzlose Impfungen. Es geht um zu VIEL, zu viel Geld! –Aber deshalb bleibt eine Lüge trotzdem eine Lüge!

Mein Interview wird mich diesen Treiben etwas näher bringen.
Heute noch was vor?
Ich habe mir diese fast 45 minütige Doku angesehen!

Filmbeitrag: Der Handykrieg – Ein Film von Klaus Scheidsteger – Originalversion und in Deutsch

Achtung – Kinder vor Gebrauch warnen und schützen:
Akte Mobilfunk die verschwiegene Gefahr Strahlen Handy

Eine schmerzhafte Lektion für den . . . . . . . . . Alexander Lerchl 
und noch mehr für Industrie und Politik, die sich seiner „Expertise“ seit vielen Jahren bedienten. BEITRAG:Kommentar zur Studie von Prof. Dr. F.Adlkofer
Studie – Handy-Strahlen lassen Tumore wachsen: „Das Unerwartete geschieht immer“ –

Krebsförderung durch Mobilfunkstrahlung: Tierstudie schlägt Wellen
Deutschlands Alexander Lerchl unternimmt eine Kehrtwende
Akte Mobilfunk Krebsförderung durch Mobilfunkstrahlung 150318

Akte Mobilfunkschäden
Akte Mobilfunk Nitrosativer Stress im Gehirn pathogene Auswirkung des Mobilfunks

Das Kölner Manifest zur Rettung der Therapie-Freiheit

Das  Kölner Manifest zur Rettung der Therapie- Freiheit,um dem Individuum die Behandlung zukommen zulassen, die seine besondere Situation verlangt! Die Kollektivisierung der Medizin durch“Leitlinien”,durch die Neufassung des Arzneimittelgesetzes (AMG), durch verborgeneVersicherungsklauseln, durch“Qualitäts-managments“(QM), durch “Disease Related Groups” (DRG), die den Patienten defacto zu einem Anhängsel seiner Diagnosen machen, durch Medizinische Dienste der Krankenkassen (MDKs), die vom Schreibtisch aus Entscheidungen über Leben und Tod treffen, ohne je den Patienten gesehen zu haben, und durch eine Gebührenordnung, die zur Massenabfertigungzwingt):

Die Freiheit des Menschen

Das Frankfurter Consilium und der Krebsarzt Arno Thaller "Das Kölner Manifest zur Therapiefreiheit"

Das Frankfurter Consilium und der Krebsarzt Arno Thaller „Das Kölner Manifest zur Therapiefreiheit“

Dazu gehört auch die Freiheit von Arzt und Patient, sich für jene Therapie zu entscheiden, die das günstigste Wirkungs-Nebenwirkungs-Verhältnis hat! Dieses Selbstbestimmungsrecht wird heute regelmäßig missachtet! Unter Verweis auf fragwürdige Studien, die in der Praxis unmöglich nachzumachen sind und nur die Wirkung, nicht aber die Nebenwirkung in Betracht ziehen, wird der Patient nicht selten zu einer Chemotherapie verurteilt, die seine Leiden nur verlängern und vergrößern! Eine Freiheit der Entscheidung wird ihm in der Regel nicht eingeräumt! Die ökonomische Basis der Selbstbestimmung wird ihm entzogen. Angesichts dieser Tatsache wirkt die monotone Beteuerung, dass die Versicherung keineswegs die Freiheit der Therapieentscheidung einschränke, zynisch! Natürlich tut sie das und ist dazu noch so verlogen, sich nicht zu dieser Schandtat zu bekennen! Das ist ein Rückfall in eine Barbarei, die wir heute gerne mit dem “Mittelalter” und mit “Hexenprozessen” in Beziehung setzen! Bei dieser Wertung der Epochen entgeht uns, dass wir die wahren Barbaren sind!

Hier geht es zum gesamten Beitrag:„Das Kölner Manifest von Arno Thaller

„Man muss das Wahre immer wiederholen, weil uch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse. Johann Wolfgang von Goethe

Ist Medizin Wissenschaft oder Ansichtssache? „Medizin ist keine Wissenschaft, denn Wissenschaft ist eingrenzbar und die Medizin nicht“! Nun, während für einige die Medizin eine Form der Religion zu sein scheint, schließe ich mich einigen Kollegen an und sage, dass die Medizin eine „Kunst“ ist. Ralf Kollinger

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

nicht jeder hat es gelesen. Draum bitte ich Sie das Werk „Das Kölner Manifest, 2012“ unseres großartigen Arno Thaller nochmals vor die Brust zu halten und es zu lesen. Ich lese es immer wieder und erfreue mich über viel Geist und Verstand. Ein philosophisches Werk mit mit unzensierter Wahrheit, getragen von Anstand, Aufrichtigkeit, Würde und Mut.

Ihr Ralf Kollinger

Das Frankfurter Consilium und der Krebsarzt Arno Thaller "Das Kölner Manifest zur Therapiefreiheit"

Das Frankfurter Consilium und der Krebsarzt Arno Thaller „Das Kölner Manifest zur Therapiefreiheit“

Hier geht es zum gesamten Beitrag:„Das Kölner Manifest von Arno Thaller

 

MILCH ist schlechter als ihr Ruf: Alles Märchen !?!

MÄRCHENSTUNDE

MÄRCHENSTUNDE

MILCH ist schlechter als ihr Ruf: Alles Märchen !?! – Als man uns erzählte, Milch ist gesund, hatten wir es alle geglaubt! Wenn Industrie und Mainstream Meinung machen, dann gibt es immer unabhängige Wissenschaftler, die der Sache auf den Grund gehen. Tote Milch – kaputte Enzyme – Kaseine – fatales Milcheiweiß – usw. usw. usw. Milch macht sauer und entzieht dem Körper das Kalzium! usw. usw. usw. lesen Sie selbst die folgenden Artikel.

Milch – neueste Erkenntnisse von Dr. med. Petra Bracht für Ralf Kollinger

Milch ist noch schlechter als ihr Ruf – Prof. Melnik Bodo – Gegendarstellung zum Interview von Frederik Jötten mit Prof. Gerhard Rechkemmer

Prof. Dr. Melnik Milch – Muttermilch und der Enzymkomplex mTORC1-versus künstliche Säuglingsnahrung

Akte Milch Lebensmittellüge Milch

Neue Studie zu Milch und Krebs Paper 01 06 2014

AIDS/HIV – wissen sie wirklich alles?

Juliane Sacher AIDS HIVFilmbeitrag

Vortrags-Film mit anschließendem Dokumentationsfilm

CHAPEAU liebe Juliane

Freunde und Wegbegleiter, Ralf Kollinger und Juliane Sacher

Freunde und Wegbegleiter, Ralf Kollinger und Juliane Sacher

AIDS/HIV – wissen sie wirklich alles? -… und wetten, dass sie das noch nicht alles wussten!
Ein weiteres Mal verneige ich mich vor der Ärztin und meiner guten Freundin Juliane Sacher.
Rubrik: Wenn Menschen für dich recherchiert haben, wenn Menschen für Dich Fragen stellen oder noch besser gesagt, wenn Menschen für Dich Fragen stellen auf die Du selber gar nicht gekommen wärest, würden andere nicht kritisch und unabhängig hinschauen.

Expertise: Gespräch mit Dr. med. Gerhard Ohlenschläger (Glutathion), Juliane Sacher und Ralf Kollinger über das Phänomen des Glutathionmangel TH1 - TH2 Switch

Expertise: Gespräch mit Dr. med. habil. Gerhard Ohlenschläger (Glutathion), Juliane Sacher und Ralf Kollinger über das Phänomen des Glutathionmangel TH1 – TH2 Switch wie im Vortragsfilm angesprochen

BETRUG IN DER WISSENSCHAFT – Bitte nur die ganze Wahrheit!

afrankfKollinger.Header3Kollinger Telegramm:
Entschuldigen sie bitte, ich hätte da mal eine Frage: Auf welche Studie beziehen sie sich, wenn sie ihre Behauptungen verifizieren möchten?

Ahhh, dann lesen sie bitte folgenden Text vom 11. August 2014, erschienen in ZEIT ONLINE – Wissen

J. W. v. Goethe hatte schon zu solcher gewinnorientierter Auftragswissenschaft eine klare Meinung: „Da aber sah ich, dass den meisten die Wissenschaft nur etwas ist, insofern sie davon leben, und dass sie sogar den Irrtum vergöttern, wenn sie davon ihre Existenz haben.“

BETRUG IN DER WISSENSCHAFT
Bitte nur die ganze Wahrheit!

Schummeln, ohne zu lügen – das ist die neue Plage der Wissenschaft. Die Medizin ist besonders infiziert. Ein Alarmruf –VON CORNELIUS FRÖMMEL

Eine Krankheit frisst sich durch die Wissenschaft. Die schlimmsten Verheerungen richtet sie in der Biomedizin an; aber auch andere Disziplinen sind infiziert, wie die Psychologie oder die Wirtschaftswissenschaften. Die Krankheit bedroht den Kern der Wissenschaft: ihre Glaubwürdigkeit. Das macht sie so gefährlich. Ihre Zerstörungskraft ist lange bekannt, doch heute scheint sie gefährlicher denn je. Drei Meldungen aus einer einzigen Woche im Juli mögen das verdeutlichen:

Das Fachmagazin Nature zieht eine Studie zurück, die behauptet hatte, normale Körperzellen von Mäusen durch ein Bad in Zitronensäure wieder in Stammzellen verwandelt zu haben. Die Forschungsergebnisse hatten weltweit für Furore gesorgt. Doch dann waren Ungereimtheiten aufgetaucht, unter anderem waren offenbar Abbildungen frisiert worden.

Das Journal of Vibration and Control annulliert gleich sechzig seiner Beiträge. Es hatte sich herausgestellt, dass der Peer-Review-Prozess, der eingereichte Beiträge auf ihren Gehalt und ihre Korrektheit prüfen soll, systematisch unterwandert worden war: Wahrscheinlich mehr als einhundert Benutzerkonten in dem Online-System waren fingiert – diese Wissenschaftler existieren überhaupt nicht. In mindestens einem Fall hatte ein Forscher seine eigene Studie unter erfundenem Namen begutachtet und zur Veröffentlichung empfohlen.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bestraft einen Wissenschaftler mit einem Antragsverbot. Er hatte zugegeben, Forschungsergebnisse frisiert zu haben. Einen Preis, den er für die Forschung erhalten hatte, musste er zurückgeben. Als Begründung gab der junge Wissenschaftler an, sich „Sorgen um seine Anstellung“ gemacht zu haben.

In allen drei Fällen geht es um Betrug oder Datenfälschungen, also um Lügen im Kleid der Wissenschaft. Wesentlich häufiger dürften die Publikationen sein, die die Wahrheit sagen und trotzdem schwindeln – indem sie Forschungsergebnisse, die genehm sind, veröffentlichen und andere weglassen, die nicht ins Bild passen. Diese Artikel sind nicht weniger schädlich, denn auch ihre Ergebnisse lassen sich nicht replizieren, also unter gleichen Bedingungen von anderen Forschern wiederholen. Sie sind damit praktisch wertlos.

  • BETRUG IN DER WISSENSCHAFT

2 % der befragten Forscher haben in einer Studie eingestanden, dass sie selbst Daten gefälscht haben

1/3 gaben Tricks zu: unpassende Resultate unterdrückt oder geschönt, die Forschungsfrage den Ergebnissen angepasst

2/3 ihrer Kollegen schummelten wohl ebenfalls, schätzten die Wissenschaftler, als sie zur Arbeit anderer befragt wurden

1 % der Forscher sind Vielschreiber und publizieren mehr als einen Artikel im Jahr

41 % aller Publikationen sind von einem dieser produktiven Autoren mitverfasst worden

In Fachkreisen wird diese Form wissenschaftlichen Fehlverhaltens als selektives Publizieren bezeichnet oder als Chrysalis Effect (Entpuppungseffekt). Der Begriff geht auf den Wirtschaftswissenschaftler Ernest O’Boyle zurück. Als er Promotionsschriften mit den später daraus veröffentlichten Zeitschriftenartikeln verglich, machte er eine überraschende Entdeckung: In jeder fünften Publikation wurden signifikante Ergebnisse vorgestellt, die in den Dissertationen so gar nicht vorkamen. Aus einer unansehnlichen Raupe – der Doktorarbeit mit schwachen, aber wahren Ergebnissen – war ein schöner Schmetterling geworden, eine prächtige Publikation mit scheinbar tollen Resultaten.

Das Ausmaß des Problems ist erschreckend. Daniele Fanelli von der Universität Edinburgh befragte im Jahr 2009 Wissenschaftler, ob sie selbst schon einmal Daten bewusst gefälscht hätten. Nur zwei Prozent antworten mit Ja, und 14 Prozent gaben an, dies von anderen Wissenschaftlern zu wissen. Auf die Frage jedoch, ob sie unpassende Ergebnisse schon einmal unterdrückt, Zahlen geschönt oder Forschungshypothesen im Laufe der Studien verändert hätten, gab jeder Dritte ein solches Fehlverhalten zu – von ihren Kollegen, meinten die Forscher, täten sogar zwei Drittel so etwas. In einer anderen Untersuchung wurde durch Einsatz einer geschickten Fragetechnik deutlich, dass die Untaten noch viel häufiger sind: 9 Prozent gaben da zu, gefälscht, und 90 Prozent, verschönernd eingegriffen zu haben.

Besonders in der Biomedizin macht sich die neue Plage nicht reproduzierbarer Studien breit. Sie betrifft nicht allein komplexe Untersuchungen an Zellen oder Mäusen, sondern ebenso eine Vielzahl von klinischen Studien. Diese sind der entscheidende Schritt, um neue Diagnose- oder Therapiemethoden in die tägliche Arbeit von Ärzten zu überführen.

Mitarbeiter der Firma Amgen und der Bayer AG hatten bereits vor einigen Jahren festgestellt, dass sich nur ein erschreckend kleiner Teil von Studien, die als Meilensteine in der medizinischen Forschung gefeiert worden waren, mit gleichem Ergebnis wiederholen ließ. Noch Schlimmeres berichtete Alexandra Nowbar vom Imperial College in London Anfang dieses Jahres über die Stammzelltherapie. Ein Traum sollte mit diesem Heilungsansatz in Erfüllung gehen: frische Zellen für kranke Organe. 49 klinische Großversuche waren bis dahin an Patienten durchgeführt, 133-mal war darüber in renommierten Zeitschriften berichtet worden. Doch nur fünf Studien erwiesen sich als fehlerfrei, und zwar ausgerechnet jene, die „keinen therapeutischen Effekt“ beschrieben hatten. Bei den anderen 44 entdeckte die Forscherin folgende Regel: Je größer der dargestellte Heilungseffekt, desto zahlreicher die Fehler der Studie.

Ein anderes Muster fand Florence Bourgeois von der Harvard Medical School. Sie nahm Hunderte von veröffentlichten Medikamentenstudien unter die Lupe, die mal von der Industrie, mal mit öffentlichen Geldern finanziert worden waren. Die unternehmensfinanzierten Studien erbrachten fast durchgängig (zu 89 Prozent) positive Befunde. Die öffentlich geförderten Untersuchungen konnten ihre Forschungshypothese nur in einem Drittel der Fälle bestätigen. Waren die Experimente mit Industriegeld besser? Wohl kaum. Vielmehr liegt die Vermutung nahe, dass viele Studien mit negativen Ergebnissen einfach nicht publiziert werden, wenn Pharmafirmen dahinterstehen. Es sieht eben nicht gut aus, wenn sich ein vielversprechendes Medikament als unwirksam erweist.

Diese selektive Publikationspraxis kann die Öffentlichkeit viel Geld kosten. Ein Beispiel: Für mehr als eine Milliarde Euro orderten Regierungen in aller Welt das Grippemedikament Tamiflu der Firma Roche, das schwere Grippeverläufe angeblich effektiver verhindert als etwa das viel billigere Aspirin. Hätten die Entscheider jedoch alle klinischen Studien gekannt, hätten sie die Ausgaben gespart – Tamiflu wirkt gar nicht so viel besser. Doch ein großer Teil der Untersuchungen war von der Industrie zurückgehalten worden.

Quelle: ZEIT ONLINE Wissen vom 11. August 2014
http://www.zeit.de/2014/31/betrug-wissenschaft-daten-manipulation

Professoren die Nebeneinkünfte suchen und die Industrie, die bestimmt welche Ergebnisse publiziert werden, welch veheerende Partnerschaft.

Der Prof. Dr. Peter Duesberg, Professor für Molekular-und Zellbiologie am Department of Molecular & Cell Biology der University of California, Berkeley, USA äußert sich in einem Interview über seine Forscherkollegen folgender Maßen.  Zitat: „Sie sind alle Prostituierte, jedenfalls die meisten meiner Kollegen und bis zu einem gewissen Grad auch ich selbst. Sie müssen sich prostituieren, um Geld für ihre Forschungen zu bekommen. Man wird in gewisser Weise dafür ausgebildet sich zu prostituieren, aber manche machen wirklich alles für Geld.“( Interview im Film –Das Kartenhaus – the house of numbers – ab der 50. Min. 34. sek.)

Der Krebsarzt Arno Thaller publizierte 2012 „Dazu gehört auch die Freiheit von Arzt und Patient, sich für jene Therapie zu entscheiden, die das günstigste Wirkungs-Nebenwirkungs-Verhältnis hat! Dieses Selbstbestimmungsrecht wird heute regelmäßig missachtet! Unter Verweis auf fragwürdige Studien, die in der Praxis unmöglich nach zumachen sind und nur die Wirkung, nicht aber die Nebenwirkung in Betracht ziehen, wird der Patient nicht selten zu einer Chemotherapie verurteilt, die seine Leiden nur verlängern und vergrößern!“ (et. al. Thaller 2012  Das Kölner Manifest )

Prof. Dr. Aigner schrieb in seiner Veröffentlichung „Regionale Chemotherapie, Leitlinien und evidenzbasierte Medizin – Wo ist der Beweis?“, ZITAT: „Prof. Benjamin Djulbegovic vom H. Lee Mott Cancer Center, University of South Florida/USA, war der Begründer der Zeitschrift “Evidence-based Oncology“ – bewiesene Onkologie. Auf die Frage “Was ist in der Onkologie denn wirklich bewiesen?“, antwortete er, dass die große Ironie in der derzeitigen Medizin ist, dass trotz des starken Zuwachses an medizinischer Erkenntnis, das Wissen um die Vorteile und Risiken der derzeit verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten oft sehr kontrovers, oder sogar gar nicht vorhanden ist. Er hatte 12.000 onkologische Publikationen in 108 medizinischen Zeitschriften während sechs Monaten kritisch überprüft und herausgefunden, dass nur 1 % bis allerhöchstens 2 % der publizierten Ergebnisse als mehr oder weniger “evidence-based“ – bewiesen bezeichnet werden konnten. Dieses Ergebnis ist erschreckend und wirft die Frage auf, welche publizierte Studiendaten, letztlich zuverlässig sind. Wie viele der nach kritischer Prüfung als nicht bewiesen begutachteten Ergebnisse finden Eingang in Leitlinien und werden zu mehr oder minder zwingenden Vorschriften, weil niemand diese Daten in Frage stellt?“  Wo ist der Beweis Evidence based medicine von Prof. Aigner Gesundheits Journal Original

Welche Hintergründe hat nun der Onkologe, welche der Hausarzt, wenn er sich seinen Empfehlungen gegenüber seinen Patienten so sicher ist. Hierzu habe auch ich eine Kolumne verfasst. Diagnose Krebs: Vorsicht, konventioneller Hausarzt – …Der Spagat zum Wohle des Patienten? …über Ratgeber und medizinische Betreuer…

…und so könnten 100 weitere Zitate der angeblich ehrlichen Forschung aufgezählt werden.

Mit unglaublichen Grüßen

Ralf Kollinger

Prof. Dr. rer. nat. habil. Burkhard Poeggeler

Prof. Dr. rer. nat. habil. Burkhard Poeggeler

Lieber Ralf,

dieser Beitrag „Betrug in der Wissenschaft“ zeigt den enormen Umfang von wissenschaftlichen Fehlverhalten auf. Die von uns geschätzten Kardinaltugenden der Wissenschaft und Forschung Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und vor allem Vollständigkeit werden offenbar von Vielen mit Füßen getreten:

Es ist also kein Wunder wenn wir immer wieder gegen die Wand laufen, weil wir von fremden Interessen manipuliert werden. Den Zusammenhang zu sehen fällt unter diesen Bedingungen schwer und das synthetische Denken, das wir brauchen, um alles im richtigen Kontext sehen zu können wird vernebelt.

Ganz liebe Grüße und alles Gute,

Dein Burkhard

Kollinger Telegramm: Mitochondriale Toxizität von Arzneimitteln

Ralf Kollinger sagt DANKE an die Unterstützer des Jubiläum "10 Jahre Frankfurter Consilium"

Kollinger Telegramm

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

ich möchte noch einen sehr guten Artikel zur Diskussion Herzinfarkt Wechselwirkungen verschiedener Medikamente nachreichen.

Dr. Stute hatte mit mir in diesem Zusammenhang diesen Artikel, der im Dezember 2012 in MMP 35. Jahrgang erschienen ist, besprochen. Und ich erachte es mehr als wertig diesen spannenden Artikel nachzureichen. Uwe Gröber, der Autor und Verfasser dieses spannenden Artikel, ist nicht nur Teilnehmer im Kollinger Telegramm, sondern zudem ein ausgezeichneter Biochemist. Das Verständnis dieser Kunst dürfen Sie im Artikel, im Anhang, verfolgen.

Bitte erschrecken Sie nicht all zu sehr. Was könnte nicht alles verhindert werden, würden die Menschen sich besser ernähren. Was geht nicht alles auf das Konto der schlechten Ernährung. So bräuchte man weniger Tote der Nebenwirkungen von Medikamenten in Kauf nehmen zu müssen. Bemerkenswert sind die Fallzahlen der Statine aber auch des Schmerzmittels Paracetamol. Da nicht nur dem Schulmediziner die chemischen Kenntnisse fehlen, sondern auch seinem Patient, begeben sich beide hier immer wieder auf ein Himmelfahrtskomando. Denn sie wissen nicht was sie tun!!!

Die Schulmedizin und die Pharmaindustrie

Wie Goethe schon sagte: “Der Arzt kuriert Dir Deine Krankheit weg, die andere herbei und Du weißt nie, ob er Dir genutzt oder geschadet hat.”

Und im Bild der Wissenschaft 1/2001 schreibt Prof. Dr. med. Peter Schönhofer: “Durch Nebenwirkungen von Medikamenten sterben etwa doppelt soviele Menschen, als durch Verkehrsunfälle.”

Mitochondriale Toxizität von Arzneimitteln

Die Pathogenese unerwünschter Arzeimittelwirkung entfaltet sich nicht selten auf dem Boden einer medikationsbedingten Dysfunktion oder Schädigung von Mitochondrien. Die Marktrücknahme einiger Wirkstoffe wie Tolcapon oder Troglizaton stehen sogar im direkten Zusammenhang mit einer mitochondrialen Toxizität dieser Substanzen.In der medizinischen Praxis und im Rahmen der Pharmakovigilanz sollten diese Störungen zukünftig mehr Beachtung finden. In dieser Arbeit werden Mechanismen einer mitochondrialen Toxizität von Arzneimitteln zuerst allgemein, dann am Beispiel ausgewählter, häufig eingesetzter Wirkstoffe (Metformin, CSE-Hemmer, Paracetamol, Valproinsäure) erläutert.Darauf aufbauend werden Hinweise gegeben ……

Hier geht es zum gesamten Artikel von Uwe Gröber

 

Prof. Dr. rer. nat. habil. Burkhard Poeggeler

Prof. Dr. rer. nat. habil. Burkhard Poeggeler

Lieber Ralf,

dieser Beitrag ist wirklich wichtig und von entscheidender Bedeutung für alle Therapeuten: Er macht unmissverständlich klar, wie stark Medikamente die Mitochondrien und somit unseren Metabolismus schädigen. Die Nebenwirkungen sind schwerwiegend und oft sogar fatal. Nur an Krankenhauskeimen sterben in Deutschland mehr Menschen als an den Nebenwirkungen von Medikamenten. Multimedikation im Alter bedingt fast immer Multimorbidität: nicht umgekehrt.

Herr Apotheker Gröber zeigt die Dimensionen dieses Problems anschaulich auf: Wir sprechen hier u.a. von den weltweit am meisten verschriebenen Medikamenten, den Statinen, die alle ganz verheerende und langfristig irreversible Wirkungen auf die Mitochondrien entfalten.

Durch die Ubiquinonverarmung werden diese Kraftwerke der Zellen regelrecht lahmgelegt: Muskeldystrophien und Leberschäden, davon viele irreversibel und einige tödlich, sind die fatale Folge dieser Medikamente. Oft wissen dies die Betroffenen nicht einmal und können deshalb auch keine Schadensbegrenzung betreiben, also die Arzneimittel einfach absetzen.

Es ist zwar bereits erwiesen, dass gewissenhaft zwei Äpfel pro Tag eingenommen, dieselben positiven Wirkungen auf den Cholesterinspiegel haben wie der beste am Markt verfügbare synthetische Cholesterinsenker, aber natürlich ohne die Nebenwirkungen. Trotzdem erfährt kaum jemand von diesen natürlichen Alternativen, die so ganz anders und damit besser und vor allem sicher sind. Sehr traurig – und eigentlich ein unglaublicher Skandal.

Was Arzt und Apotheker auch häufig verschweigen, ist die ebenso wichtige wie gefährliche Tatsache, dass viele Arzneimittel auch als Mikronährstoffräuber wirken.

Der Apotheker Gröber und Herr Professor Dr. Kisters haben gerade ein ganzes Buch dazu auf den Markt gebracht mit verstörenden Zahlen, Fakten und Tatsachen, die schockieren.

BUCH – TIPP Arzneimittel und Mikronaehrstoffe
mit einer Rezension von Herrn Prof. Dr. med. Alfred Wolf, Ulm

Bekannte Beispiele sind die Hemmung der Vitamin B12 Aufnahme aus der Nahrung durch die Protonenpumpeninhibitoren oder das bekannte Diabetesmittel Metformin.

Ein ganz dickes Dankeschön an Dich, Ralf, dass Du auf diese so wichtige Thematik hier noch einmal ausdrücklich aufmerksam gemacht hast. Teilweise kann man sich schützen, in dem vermehrt Nährstoffe aufgenommen werden oder – wie oben genannt – natürliche Alternativen genutzt werden. Die Pharmaindustrie ist neben der Lebensmittelindustrie der wichtigste Treiber einer großen fast Alle erfassenden Vergiftung. Denen geht es nur um den Profit. Diese Problematik gehört also tatsächlich ins Zentrum der Diskussionen. Gesund altern geht nur anders und hier sollten alle Therapeuten aufklären und ansetzen.

Ganz herzliche Grüße mit meiner vollen Zustimmung und Dankbarkeit dafür,

Dein Burkhard.

Antwort auf den STERN Artikel: „Gefährliche Heiler“ vom 03. Juli 2014

Ralf Kollinger sagt DANKE an die Unterstützer des Jubiläum "10 Jahre Frankfurter Consilium"

Kollinger Telegramm:

Antwort auf den STERN Artikel: „Gefährliche Heiler“ vom 03. Juli 2014

Ralf Kollinger zu Gast bei Lothar Hirneise

Ralf Kollinger zu Gast bei Lothar Hirneise

Meine sehr geehrten Damen  und Herren,

die Zeit ist reif, so scheint es, und als ob man nicht genug zu tun hätte, muss man sich mit früheren Aussagen und Grabenkämpfen des Komikers und Klassenkasper von Hirschhausen rum ägern, nun so geschehen, gesellt sich immer mehr sein Journalistischer Kollege Dr. Albrecht hinzu und verbreitet semiprofessionellen Medizinbrei.

Die angeblichen Experten, wie sie selbst meinen, für „Alternative Medizin“. Die Herren sind so sehr Experte wie der Papst aus Rom für das Kamasutra Ansprechpartner ist. Mal hier hin gehört, mal dort hin gesehen, aber nie praktiziert. Soweit weg wie der Papst vom Kamasutra ist, scheinen die angeblichen Experten von der reellen, praktizierenden Medizin, vom Alltäglichen.

20140708_181735-1 - KopieAls ich ab dem 01. Juli 2014 bis 10. Juli 2014 bei Lothar Hirneise im Süden Europas mit meiner Lebensgefährtin zu Gast war, wurden wir ebenfalls auf diesen schlecht recherchierten Artikel aufmerksam. Hier werden Menschen von Menschen diffamiert, die nicht nur schlecht recherchieren, sondern auch noch lügen. Mit Herrn Hirneise überlegte ich lange, sehr lange, ob hierauf reagiert werden sollte.

Nun, nach einigen Tagen der Ruhe kommt es nun doch zu einer Antwort auf den Artikel im   Stern –  vom 03. Juli 2014 „Gefährliche Heiler“.

Ralf Kollinger und Lothar Hirneise

Ralf Kollinger und Lothar Hirneise

Herr Dr. Albrecht scheint eine mehr als fragwürdige Figur zu sein. Das Resonanzphänomen bringt es wohl ans Licht, dass die TV und Printwerkstätten redaktioneller Aufmachnungen, Herrn Dr. Albrecht vielleicht nun selbst meiden werden.

(Beitrag Krebs21)Der STERN hat mal wieder Lügen über Lothar Hirneise und andere „Kollegen“ verbreitet. Immerhin wird Lothar Hirneise als „Großer der Szene“ bezeichnet. Aber das war auch schon das Einzige was wahr ist in dem Artikel. Und zu dem scheinbar kranken Autor Bernhard Albrecht, der vor wenigen Wochen bei Maischberger sogar gefordert hat, dass man das Buch von Lothar Hirneise: Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe unbedingt verbrennen müsste, kann man nur sagen: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen um sich werfen. Hier im unteren Teil der LINK zur Stellungnahme von Lothar Hirneise.

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit,

Hier geht es zu Lothar Hirneise und zum LINK – Krebs21
http://krebs21.de

 

Kollinger Telegramm: Diagnose Krebs: Vorsicht, konventioneller Hausarzt – …Der Spagat zum Wohle des Patienten? …über Ratgeber und medizinische Betreuer…

Ralf Kollinger Krebskongress 2012

Ralf Kollinger Krebskongress 2012

Es macht mich wütend und traurig wenn ich Dankesbriefe in den Todesanzeigen lesen wie „Wir danken unserem Hausarzt … für die Unterstützung und medizinische Betreuung während des Kampfes …“

Hier stellt sich für mich die Frage: Welche Rolle spielte der Hausarzt von Beginn an? In wieweit zeichnet er verantwortlich für diesen schweren Ausgang?

Der Hausarzt, zweifelsohne ein guter Mensch, ein guter Mann. Von jeher war er für die Familie da, der Mutter, dem Vater, auch dem Opa hatte er schon geholfen, als dieser noch jung war. Die Nähe zum Hausarzt ist wichtig und gut. NUR, bei der Diagnose Krebs ist alles anders. Er weiß von diesen Dingen nichts, weder vom Tumorstoffwechsel, noch kann er erklären in wie weit die Nebenwirkungen in Schach zu halten sind und was die systemische Chemotherapie auf zellulärer Ebene für Schäden anrichtet. Mit bedauernswerter Mine steht er am Bett des Betroffenen mit Schmerzmitteln oder Mitteln gegen Erbrechen, um Nebenwirkungen der Chemotherapie zu korrigieren. Schlimmste Symptome korrigieren durch aggressive Chemikalien, anstatt von Beginn an regulativ einzugreifen. Die Symptomkiller beeinflussen den regulativen Stoffwechsel derart, dass weitere Schädigungen kaum zu verhindern sind, so aber den Tumor in einen progredienten Zustand versetzen können. Bei der Frage – “Was sollte man denn jetzt essen?“ – scheitern fast alle Hausärzte schon an dieser ersten Hürde. Die 2. Hürde liegt bei den Infusionsprotokollen sowie Nährstoff- und Entgiftungstherapien. Selbst hier gibt es zu oft keine Anstrengungen im Krankenhaus nach dem Rechten zu sehen. Weitere Defizite zeigen sich in der erweiterten Immun- und Umweltdiagnostik, hier stehen weitestgehend Standards zur Verfügung, denn auch hier fehlen die Kenntnisse der physiologischen Zusammenhänge, sowie Wissenslücken zu den spezifischen Interpretationen. Wer sich einmischt, zu schnell ins Krankenhaus überweist, sollte auch die Verantwortung tragen, aber hier soll einzig und alleine die Krebserkrankung als Schuldner entlarvt werden. Ergänzend dürfen sie gerne meine Kolumne lesen zu „Z“ wie zweite Meinung !

Die Diagnose vom Hausarzt erhalten: Die wenigsten Hausärzte werden Ihnen mitteilen, dass sie vom Tumorgeschehen nichts verstehen, vielmehr brüstet man sich lieber mit der Nähe zu Krankenhäusern und Universitätskliniken, dass man mit Professoren fast auf Du und Du ist. Dass man private Telefonnummern hat und eigentlich zum inneren Kreis gehört, ja das man fast Ehrenmitglied eines Tumorboards ist, ja eigentlich schon fast dazu gehört und den direkten Kontakt hat. Das schafft Vertrauen, denn der Hausarzt war von jeher in medizinischen Angelegenheiten der vertraute Ansprechpartner. NUR, bei der Diagnose Krebs ist alles anders. Die Nähe zum Klinikum bedeutet garnichts, ausser, dass sie vielleicht schneller als sonst eine wirklich gefährliche systemische Chemotherapie erhalten und von ihm nicht einmal ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden, wie es ein guter biologisch arbeitender Krebsarzt macht. Hier stellt sich die Frage; Wer leitete die Katastrophe ein? Der Hausarzt, oder das Klinikum? Werden sie von ihm komplementär-medizinisch und mit biologisch-regulativer Medizin versorgt? Den Anspruch haben sie. Wie gut ist ihr Hausarzt mit biologisch arbeitenden Therapeuten vernetzt? Ist Ihr Hausarzt bemüht zu vermitteln?

Der konventionell- schulmedizinisch- ausgebildete Hausarzt, ohne Kenntnisse der Komplementär- und Regulationsmedizin,  – ein Wissender um die Krebserkrankung? Weit gefehlt! Er versteht offengesagt von dieser Erkrankung garnichts oder besser gesagt, soviel wie Sie. Das ist die Wahrheit, jedenfalls trifft das auf die meisten Hausärzte zu. In meinen fast 15 Jahren Krebstherapie – Recherchen, darf ich das sagen.

Auf welche Daten beziehen sich diese Ärzte, wenn Sie ihre Empfehlungen abgeben, um den Patient so schnell wie möglich und unbedingt einer systemischen Chemotherapie zu unterziehen? Ich kann es mir nicht erklären, denn es gibt nicht wirklich aussagekräftige Zahlen, die für eine erfolgreiche systemische Chemotherapie sprechen, jedenfalls bei den meisten Tumorerkrankungen macht eine Chemotherapie keinen Sinn, dennoch verhindert ihr Hausarzt das nicht, nein, er treibt Sie in die Mühlen, um dann zum Schluss mit bedauernswerter Mine, mit Schmerzmitteln, Opiate und Antibrechmitteln am Bett zu stehen. Bleiben sie kritisch, denn Sie wissen nicht, dass die meisten Hausärzte bei der Krebserkrankung unwissend sind, selbst der Hausarzt überschätzt sich nur zu oft und vermittelt sich selbst als angeblichen Experten und Studienkenner. Aber um zurück zu kommen auf die Frage, worauf sich die Ärzte eigentlich beziehen, wenn sie ihre Empfehlungen einer systemischen Chemotherapie oder Bestrahlung weiter geben? Ich sage es Ihnen, ich habe keine Ahnung! Beispiel: Schauen Sie sich den erst jüngst erschienen Artikel vom 13 Juni 2014 in der größten Volkszeitung Deutschlands an, die BILD auf Seite 7 –  Kleine Anmerkung von mir: Geld verdirbt wohl doch nicht den Charakter, Geld macht wohl ehrlich, jedenfalls in diesem Fall (15. Millionen winken und der Karriereschub ist sicher): Zitat: Prof. Dirk Jäger vom NCT dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen, gemeinsam mit Prof. Otmar Wiestler, Vorstand des DKFZ. ZITAT: „Eine Chemotherapie ist weiterhin eine wichtige Waffe, aber sie wirkt nicht bei jedem. Wir behandeln beispielsweise Darmkrebspatienten nach der Operation mit einer zusätzlichen Chemo, um das Rückfallrisiko zu senken. Diese Therapie nutzt aber nur 15 % der Patienten. Das heißt: 85 % leiden an teils gravierenden Nebenwirkungen, profitieren aber nicht von der Chemo.“ LINK ZUR VERÖFFENTLICHUNG

Beispielsweise heißt es in diesem Zitat. Also ein Darmkrebsbeispiel, eine Tumorart von Vielen, bei der eine Chemotherapie nicht wirkt! Nun soll eine Software Aufschluß bringen um zu differenzieren im Bereich der Gensequenzen. Auch hier wird die Zeit den Nutzen zeigen. Denn die Konsequenz einer Diagnostik beinhaltet immer auch die anschließende Therapie und hier sind die konventionellen Mittel recht hager, um nicht zu sagen, hier ist man regelrecht unbewaffnet, um bei den Worten von Prof. Dirk Jäger zu bleiben. Was bitte schön haben sie denn zur Verfügung meine Damen und Herren? Die orthodoxe Medizinrichtung mit ihren Lei(D)linien und Goldstandard wird sich mit dem Gedanken anfreunden müssen, sich der Komplementärmedizin, schneller als von ihr gewollt, anzunähern.

Ich gehe davon aus, dass die 15% schön gerechnet sind, dennoch reichen bei Weitem die 85% Therapieversager mit tödlichem Ausagang. Was geschah all die Jahre zuvor? Sie wissen nicht was sie tun! Man weiß um diese Erfolglosikeit schon sehr sehr lange. Die Erklärung, dass eine systemische Chemotherapie das Rezidivrisiko, also das Wiederkommen, verhindern soll ist ebenso widerlegt, denn das Fred Hutchinson Cancer Institut in Seattle hat dies schon in einigen Artikeln versucht zu erklären (Chemotherapie wirkt kontraproduktiv), und meinen zu Grunde liegenden Recherchen zu folgen sind eben gerade die systemischen Chemotherapien und zum größten Teil auch unnützen Betrahlungen die Folge für das ausbrechen neuer Metastasen aber wir hören von solchen wichtigen und desaströsen Informationen und Ergebnissen nichts. Ihr Hausarzt, der fast ausschließlich von seinem Pharmareferent informiert wird, auch nicht, ebenso von seinen angeblich guten Beziehungen zu Krankenhäusern, Universitätskliniken u.a., wird er auch nichts erfahren. Der Professor in der Uni freut sich über jeden Patient den er mit angeblich besseren Mitteln behandeln darf, er bekommt für die für Beobachtungsstudien Geld von der Industrie, auch freut er sich über Probanten für neue Mittel zu neuen Studien, auch hierfür bekommt er Geld. Neue Studien, auch gerne hoffnungsvolle und vielversprechende Studie bezeichnet, stellt den Patient mit Versuchsmäusen oder Ratten gleich, denn eine Studie besagt nichts anderes als „Wir haben hier noch keine Datenlage“ dafür brauchen wir Patienten, dafür bezahlt die Industrie und Sie lieber Patient freuen sich, dass Sie dabei sein dürfen. Hier besteht ein regelrechter HYPE an Glaubensmedizin und Pseudowissenschaften. Ethisch betrachtet gilt der Patient als Versuchstier für jedes angeblich neue Chemomittel. Es gibt seit Jahren keine Neuen-, ausser, dass die alten Chemomittel miteinander kombiniert werden und nur Chemo mit Chemo verglichen wird, oder Chemotherapie mit Bestrahlung. Die Patienten fallen wie die Lemminge der Wissenschaft zum Opfer, unter dem Mantel der leitliniengerechten Behandlung und dem Goldstandard. Der Hausarzt wird zum Handlanger der Industrie, zum Patientenvermittler an die Universitäten. Einige Hausärzte sind sich darüber im Klaren andere nicht. Zusammenarbeit und positiv auffallen bei Pharma, Industrie und Uni. Ein fleißiger und pharmahöriger Hausarzt darf auch auf Karriere hoffen, denn Einladungen zu Pharmavorträgen, die gut bezahlt werden winken immer. Einige brüsten sich mit ihren guten Beziehungen zur Industrie und welche Aufmerksamkeit man doch hat. Wie gesagt, nicht alle Hausärzte, aber VIELE. Erfragen und Hinterfragen SIE als Patient oder Angehöriger seine Kenntnisse. Schauen sie genau hin!!! Zu Ihrer Therapiefreiheit gibt es ein sehr gutes Manifest von dem Krebsarzt Arno Thaller mit dem Satz: „Unter Verweis auf fragwürdige Studien, die in der Praxis unmöglich nach zu machen sind und nur die Wirkung aber nicht die Nebenwirkungen in Betracht ziehen, wird der Patient nicht selten zu einer Chemotherapie verurteilt, die seine Leiden nur verlängern und vergrößern“. (et. al. Thaller 2012 Das Kölner Mainfest)

Die meisten studiengläubigen Hausärzte sind dem System ebenfalls zum Opfer gefallen, einige wissen es und machen die Augen zu, die anderen laufen ahnungslos und blind hinterher. Der kassenärztliche Hausarzt, der so oder so nur ein beschränktes Budget zur Verfügung hat, mal abgesehen von den wenigen Minuten Sprechzeit, fürchtet nicht nur um seinen Ruf in der Gemeinde, denn man ist ja mit JEDEM gut, er will sogar den Patient gleichermaßen sofort und umgehend auch aus Budget-Gründen in die Klinik abgeben, ohne viele Worte zu machen und von -„Ich habe eigentlich keine Ahnung von Krebserkrankungen“- keine Spur der Ansage! Es liegt am System zum Einen und am Charakter des einzelnen Mediziner (es gibt leider immer weniger Ärzte, dafür immer mehr Mediziner) zum anderen. Ich denke nicht das ein Hausarzt diese Studien mit Ihnen bespricht, Folgend- Chemotherapie nützt zu 2% und hier das Original in English und weiter Krebs Giftkur ohne Nutzen Bitte lassen Sie sich nicht erzählen, dass diese Aussagen lange widerlegt wurden, das wäre eine Lüge.

Mich macht es wütend wenn ich sehe, wie sehr sich hier Unwissende, ja zum Teil überhebliche Hausärzte einmischen, sich als onkologischer Berater aufführen und Einfluss nehmen, zum Teil auf die ganze Familie. Dann wird auch noch ehrlich und aufrichtig von den Angehörigen gedankt. Hier scheinen mir die Hinterbliebenen fast naiv, so traurig es ist und ich bin traurig, denn auch meine Familie ist diesen Ratgebern zum Opfer gefallen, dass man sich zum Schluß und in der Endphase aus der Verantwortung ziehen wollte mit dem Satz – „Na ja, ich habe eigentlich keine Ahnung von Krebs und malignen onkologischen Erkrankungen“ Rückblickend waren es die Opiate, Schmerzmittel und Antibrechmittel die sie zur Hand hatten und sonst nichts.

Der Hausarzt, zweifelsohne ein guter Mann. Nur, bei der Diagnose Krebs ist alles anders.

Immer wieder gerne verweise ich zum Thema Hausarzt auf das Mainfest „Das körpereigene Immunsystem und die Pharmaindustrie“
von Dr. R. Erich Klempke.
Der Biochemiker Dr. Klempke schreibt: Einer der Entdecker des genetischen Codes, Prof. James Dewey Watson (Nobelpreis 1962) sagte anlässlich des Krebskongresses in San Deigo 1964: „Ärzte verstehen nichts von Krebs und werden es auch nie lernen, da sie in Chemie zu ungebildet sind!” Wenn Ihnen ein Arzt nach der Diagnose Krebs sagen sollte, daß er Sie nun mit Chemotherapie behandeln muß, weil Sie sonst sterben müssten, sollten Sie höflich aber bestimmt Reißaus nehmen und ihm zum Abschied sagen, daß Sie diese Morddrohung soeben überhört haben. Manifest: Dr. R.-Erich Klemke, Ph.D. Biochemist Das körpereigene Immunsystem und die Pharmaindustrie

mit freundlichem Gruß

Ralf Kollinger

Viele Krebserkrankungen sind überdiagnostiziert

cancer-treatment…immer und immer wieder zeigt es sich, das die konventionelle Medizinrichtung verantwortlich ist für den prämortalen Zustand ihrer Schutzbefohlenen. Das Dogma der konventionellen und einseitigen Behandlungsstrategien muss ein Ende haben!!!

Die Weißkittel müssen umdenken!!!

Weiter zur Originalveröffentlichung

Buchbesprechung – Tödliche Medikamente: Die Pharmaindustrie als organisierte Kriminalität

Prof. Dr. Dr. Harald Walach

Prof. Dr. Dr. Harald Walach

Der klinische Psycho­loge, Philo­soph und Wissen­schafts­his­toriker Prof. Dr. Dr. Harald Walach ist Professor für For­schungs­methodik komple­mentärer Medi­zin und Heil­kunde und Leiter des Instituts für trans­kulturelle Gesund­heits­wissens­chaften (IntraG) an der Europa-Uni Via­drina Frank­furt (Oder).

Zur Person Prof. Dr. Dr. Harald Walach

 

glotzschkeTödliche Medikamente: Die Pharmaindustrie als organisierte Kriminalität

Eine Besprechung von Peter C. Gøtzsche „Deadly Medicines and Organised Crime: How Big Pharma Has Corrupted Healthcare“ (London: Radcliffe, 2013)

Ich kenne wenige Bücher, die noch deprimierender sind, als dieses, und die man trotzdem von vorne bis hinten lesen sollte [1]. Das Buch zieht einen in hypnotischen Bann, denn man will es kaum glauben, was man hier liest, selbst wenn man, wie ich, bereits apriori mit einer gehörigen Portion Skepsis an Themen herangeht, die moderne Arzneimittel und Pharmahersteller betreffen. Aber was Gøtzsche bietet – engmaschig belegt in 1134 Anmerkungen und auf 300 Seiten – übertrifft die wüstesten Phantasien. Man kann es für den ganz eiligen Leser kurz machen und auf einen Punkt bringen:

Die Pharmaindustrie ist schlimmer als die Mafia. Denn sie ist wie die Mafia und ähnlich organisierte Verbrechersyndikate darauf aus, mit illegalen Methoden und wiederholt möglichst viel Geld aus dem öffentlichen System zu holen. Anders als die Mafia bringt sie dabei mehr Menschen um als die Verbrechersyndikate bzw. nimmt deren Tod in Kauf.

(Sinngemäß: “Gøtzsche schreibt, dass die Pharmaindustrie so was wie ein Verbrechersyndikat ist. Find ich voll daneben.” “Warum?” “Die sind viel schlimmer, die killen viel mehr Leute als wir.”)

(Sinngemäß: “Gøtzsche schreibt, dass die Pharmaindustrie so was wie ein Verbrechersyndikat ist. Find ich voll daneben.” “Warum?” “Die sind viel schlimmer, die killen viel mehr Leute als wir.”)

Das wird im Cartoon auf der letzten Buch-Seite deutlich gemacht, den ich mit freundlicher Genehmigung des Verlages hier einfüge:

Als Nebenergebnis kann man festhalten: Die meisten modernen Arzneien schaden, bis auf sehr wenige Ausnahmen, mehr als sie nützen. Deswegen sollte man sie vermeiden, wo es geht, und nach anderen Strategien Ausschau halten, etwa Umstellungen des Lebensstils, der Ernährung, oder mehr Bewegung, oder einfach warten, bis es besser wird.

Um das wirklich ganz plausibel zu finden, muss man in der Tat das ganze Buch lesen – überhaupt könnte ich empfehlen, dieses Buch zur Eingangspflichtlektüre für alle angehenden Medizinstudenten zu machen und es jedem fertig gebackenen Arzt zu schenken – aber ich kann hier gerne ein paar Kostproben geben. Die würden sich im Übrigen auch dafür eignen, eine kleine Medizinerklausur zu basteln.

  1. Hier Frage Eins meiner Klausur:“Welches ist die dritthäufigste Todesursache in Europa und den Vereinigten Staaten nach Herzinfarkt (No 1) und Krebs (No 2)?” Schlaganfall? Falsch! Verkehrsunfälle? Falsch! Nebenwirkungen von Arzneimitteln. [2] Richtig!

Die 50 größten Pharmafirmen setzten im Jahr 2012 wieviel Geld zusammen um?” Etwa das Bruttosozialprodukt der Schweiz, oder das doppelte Bruttosozialprodukt von Venezuela, nämlich 620 Milliarden USD. Nur 16 Länder dieser Erde haben ein Bruttosozialprodukt, das größer ist als der jährliche Umsatz von Big Pharma [3].

Jeder, der noch präsent hat, dass die Finanzblase 2008 geplatzt ist, weil Banken mit einem Umsatz im einstelligen Milliardenbereich begonnen haben zu wackeln (in England Northern Rock, das für etwa eine Milliarde aufgekauft wurde), weiß: wir haben es hier mit politischer Macht zu tun, die allein aufgrund ihrer Größe wirklichkeits-strukturierend ist.

Auch wenn Peter Gøtzsche kein Freund von Sozialkonstruktivismus ist: hier wird er so sichtbar wie selten sonst wo. Pharmafirmen strukturieren, erfinden, gestalten, verändern und vergewaltigen Wirklichkeit, so könnte man Gøtzsche lesen und interpretieren. Sie erfinden z.B. Krankheiten, die es vorher nicht gab, und bieten dann gleich das passende Medikament an, und wenn diese dann Nebenwirkungen erzeugen wieder andere Medikamente gegen diese Symptome. „Stress-Urininkontinenz“ ist so eine Krankheit. Dagegen hilft angeblich ein selektiver Serotonin-Reuptake-Inhibitor (SSRI), eine Substanz, deren pharmakologischer Mechanismus angeblich darauf beruht, dass mehr Serotonin zur Verfügung gestellt wird. Das Dumme ist nur: Erstens gibt es die Krankheit in diesem Ausmaß nicht. Zweitens hilft Duloxetin zwar dagegen, denn es hat eine Zulassung. Führt aber drittens zu einer mehr als doppelt so hohen Selbstmordrate, als sie bei Frauen mittleren Alters üblich ist.

Ein anderes Beispiel, das ich anderswo ausführlicher dargestellt habe ist ADHS, Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom [4] 1993 wurden 34 kg Ritalin in Deutschland verschrieben, 2010 waren es 1.8 Tonnen [5]. Dabei ist erstens immer noch unklar, ob Ritalin, ein Amphetaminderivat, überhaupt langfristig wirksam ist und ob es nicht am Ende Suchtprobleme erzeugt. Was sicher ist, folgt man Gøtzsche, ist dass es das Herz schädigen kann und dass etwa 10% der Kinder dadurch eine bipolare Störung entwickeln.

  • Kommen wir zur nächsten Frage bzw. zum nächsten Beispiel: “Was ist der am robustesten dokumentierte Effekt für SSRIs?” Depressionslinderung? Falsch. Bereitstellung von Serotonin im Gehirn? Falsch. Süchtigkeit und Selbstmord und Gewalt und zuverlässige Störung des Sexuallebens. Es gibt nämlich eine ganze Reihe von Beispielen, von Gøtzsche ausführlich und sorgfältig dokumentiert, die zeigen, dass Studien, die dies belegten, nicht publiziert wurden, oder ihre Publikation verzögert wurden, bis die Substanz zugelassen war und dann die Schadensfälle falsch berichtet wurden.
Das ist auch ein Gruß: Auf diesem Weg grüßt der Umweltmediziner Dr. med. Joachim Mutter seinen Mentor, Freund und Weggefährten Prof. Dr. Dr. Harald Walach

Das ist auch ein Gruß: Auf diesem Weg grüßt der Umweltmediziner Dr. med. Joachim Mutter seinen Mentor, Freund und Weggefährten Prof. Dr. Dr. Harald Walach

O-Ton zu Prozac, einem der bekanntesten SSRIs: “It’s a terrible drug and senior management in Lilly wanted to shelve it. But Lilly had a problem. It was in serious financial trouble, and if Prozac failed, Lilly could ‘go down the tube’” (p. 202). Bereits in den 80er Jahren war den Insidern bekannt, dass Prozac tödliche Nebenwirkungen hat, vor allem erhöhte Selbstmordraten, genau das, was man eigentlich verhindern wollte. John Virapen, damals marketing executive director von Eli Lilly in Schweden, der für die Marktzulassung von Prozac zuständig war, beschreibt in seinem – im Übrigen äußerst lesenswerten – Buch „Side Effects Death“ [6], wie er einen der schwedischen Meinungsführer in der Psychiatrie damit bestach, dass er ihm auf Firmenkosten ein Segelboot kaufte (steuerfrei, versteht sich) und einen Batzen Forschungsgeld zukommen ließ, und eine Schar schwedischer Psychiater in die Karibik einlud, „hot nights“ inklusive. Schweden war strategisch wichtig, denn nach einer schwedischen Zulassung würde der amerikanische Regulator, die Federal Drug Administration (FDA), weniger genau schauen, wähnte man bei Eli Lilly. Die Rechnung ging auf. Prozac wurde in Schweden und sonstwo zugelassen, Virapen daraufhin gefeuert.

Hier geht es zum gesamten Bericht:
Tödliche Medikamente: Die Pharmaindustrie als organisiertes Verbrechen

Der Ex-Pharmamanager Dr. John Virapen und Ralf Kollinger

Der Ex-Pharmamanager und Autor des Buches „Nebenwirkung Tod“ Dr. John Virapen mit Ralf Kollinger