Archiv der Kategorie: Ernährung

Die „Gersontherapie“ Der deutsche Arzt Dr. Max Gerson

Gerson

Dr. Max Gerson

Therapie – Gersontherapie
Kernstück der Therapie ist eine Jod- und kaliumreiche und kochsalz-„freie“ Kost in Form von frisch gepressten Säften ausge- wählter Pflanzen aus „Bioanbau“, zusätzlich täglich mehrfach Kaffeeeinläufe (Coffein wirkt auf diesem Wege – anders als oral – mehr auf Leber bzw. Gallenwege) und Abführmittel (M.G. verwendete Rhizinusöl). Das Ziel (und Voraussetzung für den Therapieerfolg) besteht zunächst in einer Entlastung und Regeneration der Leber, in einer Normalisierung des Natrium/Kalium -Gleichgewichtes sowie der Schilddrüsenfunktion. Diese Therapie gehört zu den intensivsten Ausleitungsverfahren. Häufig muss man nach Abreise der vorher für unheilbar erklärten Krebspatienten das Zimmer renovieren. Ähnliche, aber nicht auf Krebs spezialisierte Ausleitungskuren sind die Kuren nach Mayr, Buchinger und Schroth. Die Krebstherapie Gersons ist nicht einfach eine vegetarische Diät. Sie erfordert viel know how und einen hohen Einsatz vom Patienten, Arzt und Pflegepersonal über einen langen Zeitraum (1-2 Jahre). Es handelt sich dabei auch nicht um eine Art Saftfasten. Im Gegenteil, der Patient wird mit dieser Kost vollwertig und eher reichlich ernährt. Er trinkt in kleineren Portionen so viel Obst- und Gemüsesaft, wie Herz, Kreislauf und Nieren es zulassen. Eine Reporterin von BBC London hat ihre Erlebnisse als Patientin Gersons (Malignes Melanom) aufgeschrieben: Beata Bishop:“Ich sollte sterben“. Gerson hat fast ausschließlich Patienten, die von der Virchow-Medizin aufgegeben waren, zur Heilung verholfen. In diesem Sinne kann man seine Therapie auch nicht als Alternativ-Medizin bezeichnen. Besser wohl als letzte Rettung für viele Patienten. Wer aber jetzt glaubt, man könne Krebs einfach mit Rohkostsäften heilen, befindet sich in einem fatalen Irrtum und nicht in Übereinstimmung mit Gerson. Es gehört auch eine vollständig ausgerüstete Klinik dazu, in der jeder Patient individuell behandelt wird. Um einen Genesungsprozess <hauptsächlich geht es dabei um Krebs, R.B.> in Gang zu bringen, muss der Arzt als erstes anhaltend den Körper entgiften, vor allem das Leber-Gallen-System. Kaffee-Einläufe sind dafür am besten geeignet. Man hat festgestellt, dass das Koffein die Gallengänge erweitert und die Beseitigung angesammelter Gifte fördert. Die häufige Aufnahme frisch gepresster Obst-und Gemüsesäfte regt die Nieren an, den Körper zu entgiften. Da die Säfte überaus reich an Mineralien, Enzymen und Vitaminen sind, leiten sie einen Prozess ein, der den erschöpften Organen diese Substanzen zurückgibt. Wir können diesen Vorgang nicht dadurch vereinfachen, dass wir beispielsweise Wasser trinken und Pillen schlucken, die Vitamine, Mineralien und Enzyme enthalten. Der schwer vergiftete und geschädigte Organismus ist außerstande, konzentrierte Präparate aufzunehmen und zu verwerten. Pillen und konzentrierte Substanzen reizen den schwerkranken Patienten oft noch mehr und reduzieren seine bereits geringen Reserven. Dr. Gerson erweiterte diese Argumentation noch und sprach sich selbst gegen das Fasten als Entgiftungsmethode aus…..

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Die Gersontherapie

 

 

 

Die Ernährung während des Aufenthaltes in klinischen Einrichtungen und der onkologischen Chirurgie

Therapeuten und Patienten fragen inzwischen laut genug und nachdrücklich:
„Welche Klinik behandelt ganzheitlich und nach dem Wunsch der Naturheilkunde?“

Seitdem ich denken kann heißt es: „Du sollst dies nicht essen und das nicht essen, weil es Krebs erregend ist. Vor Allem ist dieses ungesund und jenes ist schlecht für die Gesundheit. Dieses nur vom Biobauern (wobei viele ihre Felder direkt oder unmittelbar an der Autobahn haben) oder nur jenes, in dem nicht so viel Zucker enthalten ist und anderes, in dem nicht so viel Fett enthalten ist (welches Fett?). (Wüssten die Menschen, dass die Vorsicht höher geboten ist bei Transfettsäuren als bei Zucker, würden sie bestimmt ihren ganzen Speiseplan überdenken.) “Alles ist so ungesund und alles ist so krebserregend.“

Ich habe mit vielen Erkrankten gesprochen und immer wieder hören müssen, wenn sie ihrem Onkologen die Frage nach der richtigen Ernährung gestellt haben, gab es regelmäßig zur Antwort: „Essen Sie nur was Ihnen schmeckt. Was der Körper verlangt, das geben sie Ihm. Er wird es brauchen und das ist gut so …!“

Wobei sich mir die Frage aufdrängt, ob wir einem Alkoholiker Gleiches zumuten dürfen? Wenn sein Körper Alkohol verlangt, ob wir ihm ungeachtet seiner Erkrankung auch geben dürfen, was sein Körper verlangt? Unterscheiden wir nicht bei den Erkrankungen die unterschiedliche Kost? Können wir den Ernährungsplan faktisch vergleichen, darf jeder das Selbe bekommen? An den folgenden Beispielen werden sie es selbst erkennen; Darf ein diabetes-Patient das Gleiche essen wie ein Hochleistungssportler, ein rheumatischer-Patient das Selbe wie ein Gesunder. -Und der onkologische-Patient? Was darf er auf seinem Speiseplan haben, um nicht seinen Krankheitsverlauf zu verschlechtern? Wo hingegen schon lange bekannt ist, dass schlechte Fette und Transfettsäuren aber auch Glukose, Zucker und  schlechten Kohlehydrate den Tumorverlauf  zum Nachteil des Patienten verschlechtern. Dieses ist alles bekannt und dennoch…! Womit wir schon beim eigentlichen Thema wären:
Die onkologischen Erkrankungen:
Heißt es nicht immer wie wichtig es ist, das Immunsystem unter Kontrolle zu halten und es zu stärken? Werden auf allergische Reaktionen und Kreuzreaktionen der Nährstoffe geachtet. Zeit wäre vorhanden, denn der Patient liegt ja lange genug im Hause, oder der Hausarzt hätte diese Untersuchungen lange veranlassen können.

Warum, wenn es so wichtig ist, werden bei einer so schweren Erkrankung, wie der Krebserkrankung in Ihrer Vielschichtigkeit und Komplexität Nahrungsmittelunverträglichkeits-Tests und Nahrungsmittelallergie-Tests nicht zur Standarduntersuchung erhoben? Wir brauchen doch ein starkes Immunsystem, gerade bei der Krebserkrankung und nicht noch Einflüsse, welche die Systeme immunologisch erheblich belasten.

Lassen Sie mich noch eines erwähnen;. Immer wenn ich Gesundheitsmagazine lese oder Gesundheitssendungen im Fernsehen mir anschaue, dann wird ermahnt: „Bitte meiden Sie Kantinenessen, das ist denkbar schlecht für unseren gesunden (?) Körper. Meiden Sie es, sehen Sie ab, von der Billigmahlzeit!“
Und was bekommen Sie bei einem 14-tägigen Aufenthalt in einer Klinik auf’s Tablett? Wenn wir unserem Körper in gesunden Tagen nicht Kantinenmahlzeiten zukommen lassen sollen, warum dann bei einer Krebserkrankung? Erinnern Sie sich noch an den Eingangstext; Sie dürfen essen was Ihnen schmeckt! –Fatale Vorsetzliche Körperverletzung, denn Sie sind Schutzbefohlene im jeweiligem Hause.
Es pfeifen mittlerweile die Spatzen von den Dächern, dass das mit bestimmter Sicherheit auch bei den Chirurgen und Chemotherapeuten angekommen sein dürfte, dass ein chemotherapierter Patient lediglich nur noch über eine zerstörte Darmflora vefügt und dass man davon ausgehen darf, dass der Patient über eine mehr als eingeschrängte Nahrungsmittelaufnahme verfügt. So soll es einen nicht wundern, dass die Patienten auszehren und kachektisch sind, quasi verhungern und unter den schlimmsten Mangelerscheinungen leiden. All dies wird ignoriert!

Also stellt sich für mich die eindringlichste und vielleicht auch wichtigste Frage. Ich habe schon an einigen Visiten im Laufe meiner Tätigkeiten im Bereich der Onkologischen Chirurgie teilgenommen. Nach deren Ende sprach ich die onkologischen Chirurgen höflich an: „Sagen sie mir doch mal, verstehen sie etwas vom Stoffwechselmetabolismus und sind sie biochemisch versiert, im Bezug auf den menschlichen Organismus und verstehen sie etwas von der Ernährung in der Onkologie?“ Nun, die Antwort war immer höchst verhalten: „Wie meinen sie das?“ „Ich meine, wie kann es sein, dass ein Schwerkranker nach seiner sehr Tumor-OP, den Ernährungsplan von einem Onkologischen Chirurg oder einem seiner Oberärzte erhält, (?) wieso entscheiden Sie über den Ernährungsplan, bzw. den Infusionsplan für den Patienten, wenn Sie von diesen Dingen nichts verstehen?“ (Ich bin fest davon überzeugt, dass ich mir hier keine Freunde gemacht habe …)

„Wieso bekommen die Patienten nach der Narkose, nach diesem schweren Eingriff Leberwurst-, Salami- und Fischbrote, Pudding, Limonade mit Zucker, Klöße, Kartoffelbrei, Kantinenessen usw. usw.???“ Immer und immer wieder erhielt ich dieselbe Antwort: “Wir essen das auch und es ist sehr lecker.“ Wobei wir wieder bei der Verantwortungslosigkeit gegenüber Schwerstkranken sind. Denn der Stoffwechsel entscheidet zudem über dden weitere3n Verlauf der Erkrankung und von jeher begünstigt die Nahrung oder verschlechtert den Verlauf.
Was braucht der onkologische Patient nicht alles? Welch umfangreiche Ernährungstipps hat er im Gegensatz dazu von seinem komplementärmedizinischen Therapeut mit auf den Weg bekommen?

Die von komplementäronkologischen Therapeuten aufgestellten Therapiepläne werden jäh in den Klinikaufenthalten zerschossen. So viel Zeit wird während der stationären Behandlung vergeudet. Zeit, in der weitere irreparable Schäden entstehen! – Anstatt diese sofort für die Rekonvaleszenz zu nutzen.

Das Zusammenspiel zwischen onkologischer Chirurgie und dem komplementärmedizinisch behandelnden Therapeuten funktioniert so gut wie überhaupt nicht, da die Chefs im jeweiligen Hause das Zepter nicht aus der Hand geben wollen. Egomanie, Ignoranz und Vorurteile stehen leider den wichtigen Interessen des Patienten entgegen. Was der Patient nicht weiß ist folgendes: Der Chirurg, auch seine Oberärzte die Sie bei der Visite sehen, haben von diesen Dingen keine Ahnung. „SIE SIND CHIRURGEN“
Ferner zeigt die Naturheilkunde und orthomolekulare Medizin an unzähligen Beispielen seit weit über drei Jahrzehnten, dass Mangelernährung und Unterversorgung Ursache für so viele Krankheiten sind. Die Naturheilkunde hat schon lange bewiesen, dass der Organismus (falls überhaupt notwendige) Operationen, Chemotherapie und Strahlentherapie besser übersteht, wenn die Versorgung mit orthomolekularen Infusionen gegeben ist. Warum werden Sie also nicht in den Kliniken angewandt? Denn Therapeuten und Patienten fragen inzwischen laut genug und nachdrücklich: „Welche Klinik behandelt ganzheitlich und nach dem Wunsch der Naturheilkunde?“

Ralf Kollinger

Ätherische Öle und Terpene: Potenzial in der Tumortherapie, sowie entzündlich chronische Erkrankungen, Pilz- Virale- bakterielle- parasitäre Erkrankungen

Terpene sind eine weit verbreitete, sehr große Gruppe von Naturstoffen, meist aus Pflanzen. Ihre Wirkungen sind äußerst vielfältig. Einige Wirkstoffe haben bereits Eingang in die Therapie gefunden, zum Beispiel bei Krebs, entzündlich chronische Erkrankungen, Pilz- Virale- bakterielle- parasitäre Erkrankungen, sowie auch gegen Malaria.

Potenzial in der Tumortherapie
Die antikanzerogene Aktivität von Monoterpenen basiert auf chemopräventiven Effekten in der Initiierungs- und der Promotionsphase der Kanzerogenese. R-(+)-Limonen hemmt durch Induktion von Phase-I-Enzymen und Stimulation von Phase-II-Enzymen nicht nur die Initiierung, sondern auch die Promotion und Progression der Krebsentstehung. Die Substanz inhibiert in geringen Dosen experimentell induzierte Tumoren in Lunge und Magen bei Maus und Ratte, senkt die Zahl tierexperimenteller Mammatumoren und bewirkt eine Regression primärer Tumoren (2). Limonen hemmt im Tiermodell Tumorwachstum und Metastasierung beim Magenkrebs durch antiangiogene und proapoptotische Wirkung (9).
Carvon wirkt bei der Maus antikanzerogen (Lunge, Magen). Carveol und Menthol hemmen bei der Ratte das experimentell induzierte Mammakarzinom (6). Farnesol und Perillaalkohol (hydroxyliertes Analogon von Limonen) zeigen chemotherapeutische Aktivität bei einigen Tumoren im Tierexperiment (10).
Perillaalkohol ist gegen eine Vielzahl von organspezifischen Tumormodellen bei Nagetieren aktiv. Die Substanz lässt Tumoren schrumpfen, zum Beispiel beim Pankreastumor des Hamsters (6). In einer Dosis von 500 μM hat Perillaalkohol einen zytostatischen Effekt (Akkumulation der Zellen in der G1-Phase). In einer Dosis von 75 mg/kg unterdrückte die Substanz bei der Nacktmaus das Wachstum des Tumors und der regionalen Lymphknoten-Metastasen (11). Der Substanz wird ein Potenzial als Radiosensitizer in der Chemo-Radiotherapie bei Kopf- und Halstumoren attestiert (12). Perillaalkohol zeigt zusätzlich zu seinen chemopräventiven und chemotherapeutischen auch antiangiogene Wirkungen. Er moduliert die Freisetzung von zwei wichtigen angiogenen Regulatoren (13). Die  antiangiogene Therapie ist viel versprechend in der Krebstherapie. Perillaalkohol wird derzeit in klinischen Studien der Phasen I und II als Antitumor-Agens geprüft (14, 15).
Die Sesquiterpene Ambrosin aus Ambrosia-Arten und Hirsutumsäure aus dem Pilz Stereum hirsutum wirken antineoplastisch (1). Fumagillin, unter anderem aus Aspergillus fumigatus, wirkt antikanzerogen, hemmt das Wachstum von Lewis-Lungenkrebs und B16-Melanomen in der Maus (3) und hat antiangiogene Eigenschaften (16). Zwei Derivate des Fumagillins, CDK-732 und PPI-2458, die ebenfalls antiangiogen wirken, befinden sich in Phase-I- und Phase-II-Studien. PPI-2458 wird beim Non-Hodgkin-Lymphom und soliden Tumoren sowie bei chronischer Polyarthritis geprüft (17, 18). Die Angiogenese-Hemmung wird auch als eine potenzielle Therapie für die proliferative Synovitis, insbesondere der chronischen Polyarthritis, angesehen (19). PPI-2458 hemmt weiterhin potent das Melanomwachstum bei der Maus (20).
Farnesylthiosalicylsäure (FTS), ein neuer Ras-Inhibitor, reduziert konzentrationsabhängig das Tumorwachstum von humanem Xenotransplantat im Mausmodell (21). Farnesol und sein Ester Farnesylanthranilat zeigen in vivo Antitumorwirkung. Farnesyl-O-acetylhydrochinon unterdrückt die Proliferation bestimmter Melanomformen bei Maus und Ratte (IC50 2,5 μM). Die Ergebnisse bei verschiedenen humanen Krebszelllinien lassen auf ein Potenzial von Farnesyl-Derivaten als chemotherapeutische Agentien beim Melanom, Prostata-, Lungen- und Kolonkrebs sowie bei Leukämie schließen (22).
Irofulven ist ein semisynthetisches Derivat des Pilztoxins Illudin S und hat in präklinischen und klinischen Studien seine Wirksamkeit gegen verschiedene Tumorarten belegt (23). Es löst über multiple Mechanismen Apoptose in HeLa-Zellen aus (24) und hemmt die DNA-Replikation durch Alkylierung der DNA (25, 26). Die Substanz wird in Phase-II-Studien bei hormonrefraktärem Prostata- und bei Ovarialkrebs geprüft (27). In einer Phase-II-Studie bei Patientinnen mit vorbehandeltem rezidivierenden Ovarialkrebs war Irofulven partiell wirksam, zeigte jedoch Toxizität am Auge (28).
Zerumbon aus Zingiberarten (Ingwer) wirkt im experimentellen Darmkrebsmodell antikanzerogen, wahrscheinlich durch Induktion der Apoptose und über antiproliferative Effekte sowie durch Induktion von Phase-II-detoxifizierenden Enzymen (29, 30). Zerumbon hemmt die Aktivierung von NF-κB (nuclear factor-kappa B) und die NF-κB-regulierende Genexpression, die von Karzinogenen induziert wird (31). Die Substanz ist viel versprechend in der Prävention von Tumor initiierenden und promovierenden Prozessen (30).
Parthenolid, ein in vielen Medizinalpflanzen vorhandenes Sesquiterpenlacton und gut bekannt als antientzündliches Agens, wirkt in vivo antitumorigen und antiangiogen (UV-B-induziertes Hautkrebsmodell der Maus; (32)). Die Substanz beeinflusst die UV-B-induzierte Apoptose über Proteinkinase-C-abhängige Stoffwechselwege (33). Parthenolid ist ein NF-κB-Hemmer und könnte in der Prävention der UV-B-induzierten Hautalterung nützlich sein (34). In einer klinischen Phase-I-Studie bei Tumorpatienten wurden 4 mg/Tag eingesetzt (35).
Auch einige Diterpene haben Antitumorwirkung. Retinoide (natürlich vorkommende Substanzen mit Vitamin-A-Aktivität und synthetische Derivate des Retinols) beeinflussen Wachstum und Differenzierung normaler, prämaligner und maligner Zellen, besonders von Epithelzellen. In Tiermodellen unterdrücken sie die Entwicklung organspezifischer Tumoren. In klinischen Studien konnten verschiedene Retinoide präkanzeröse Läsionen unterdrücken und das Wachstum primärer Tumoren bremsen (6).
Taxane kommen in der pazifischen Eibe (Taxus brevifolia) vor. Paclitaxel ist eine der potentesten Substanzen, die in den letzten Jahren in die Chemotherapie von Tumoren eingeführt wurden. Es wirkt bei Leukämie (1) und zahlreichen soliden Tumoren, vor allem Ovarial-, Mamma- und nicht kleinzelligem Bronchialkarzinom (6, 36) sowie gegen das Kaposi-Sarkom (37). Die Substanz ist auch bei malignen Erkrankungen wirksam, die auf eine konventionelle Chemotherapie nicht mehr ansprechen. Sie hemmt die Mitose (3). Docetaxel ist ein semisynthetisches Derivat von Paclitaxel mit ähnlichem Wirkspektrum (36).
Die Diterpenalkohole Cafestol und Kahweol aus dem Kaffeebohnenöl haben im Tierexperiment günstige antikanzerogene Effekte, vor allem im Kolon werden neoplastische Veränderungen reduziert (2). In epidemiologischen Studien wurde eine inverse Beziehung zwischen Kaffeekonsum und bestimmten Krebsarten wie Kolonkarzinomen beobachtet. Cafestol und Kahweol reduzieren die Gentoxizität verschiedener Karzinogene, zum Beispiel DMBA, Aflatoxin B und Benzo(a)pyren (38).
Antineoplastisch wirksam sind Ingol und 3-Ingenyl-Angelat, ein Diterpenester. Letzterer wirkt präklinisch gegen Hautkrebs und wird zurzeit in klinischen Studien bei aktinischer Keratose, Nicht-Melanom-Hautkrebs und Leukämie eingesetzt (39, 40).
3-Ingenyl-Angelat ist ein selektiver Aktivator der Proteinkinase C (41). Triptolid aus der chinesischen Heilpflanze Tripterygium wilfordii ist antileukämisch wirksam bei Maus und Hund (3). Ein semisynthetisches Derivat, P6490-88Na, bewirkte bei humanen Kolon- und Prostatatumoren, die in Mäuse verpflanzt waren, eine Regression oder Eradikation. Weitere präklinische Studien zeigten, dass die Substanz ein breites Wirkspektrum gegen humane Tumorzellen besitzt und potent die Apoptose induziert (42, 43). Die Substanz befindet sich in der Phase-I (26).
Durch die intraperitoneale Gabe des Triterpens Betulinsäure konnte das Wachstum eines Melanoms bei Mäusen gehemmt werden (44). Die gleiche Applikationsart verlängerte bei Mäusen mit Ovarialkrebs signifikant die Überlebenszeit, ohne dass toxische Wirkungen oder ein Gewichtsverlust auftraten (45). Betulinsäure akkumuliert vor allem in Melanomen, die den Mäusen eingepflanzt worden waren (46). Dabei wird ein Serumspiegel von 4,2 μg/ml Betulinsäure eine Stunde nach der intraperitonealen Applikation erreicht (47). In vitro konnte die antitumorale Aktivität von Betulinsäure durch die p53- und CD95-unabhängige Induktion von Apoptose, Zelldifferenzierung sowie Hemmung von Angiogenese und Topoisomerase I gezeigt werden (48). Außerdem wurde die tumorbedingte Phosphorylierung von NF-κB unterdrückt (49).
Betulinsäure kommt vor allem in Platanen (Platanus acerifolia), aber auch im Kork von Birken (Betula alba) und in Misteln (Viscum album L.) vor (50, 51). Eine Creme mit Birkenkorkextrakt wurde in einer Pilotstudie erfolgreich bei Menschen mit aktinischer Keratose eingesetzt (52). Der Extrakt besteht zu 87 Prozent aus Triterpenen, 80 Prozent davon Betulin (52).
Eine ähnliche Molekülstruktur und Verbreitung in Pflanzen haben Ursolsäure und Oleanolsäure. Typische Oleanolsäure-Quellen sind Olivenblätter und die Mistel, während Ursolsäure unter anderem im Schalenwachs von Äpfeln und Birnen vorkommt (1). Auch diese Triterpensäuren hemmen im Tiermodell Entstehen und Wachstum von Tumoren und wirken auf die Zelldifferenzierung. Sie inhibieren die Angiogenese, induzieren Apoptose und sind dabei relativ untoxisch (53, 54). Allerdings muss die Löslichkeit verbessert werden, um das Potenzial nutzbar zu machen (55). Die beiden Naturstoffe erhöhen signifikant die Sekretion von Interferon-γ, was als immunologische Tumorabwehr einzustufen ist (56). Die Behandlung eines Aflatoxin-induzierten Tumors in der Leber einer Ratte mit einem Oleanolsäure-Derivat war der Therapie mit Oltipraz deutlich überlegen (57).
In Studien an Mäusen und Ratten wurden die antikanzerogenen Effekte von Glycyrrhizinsäure und ihrem Aglycon Glycyrrhetinsäure aus Süßholzwurzel nach oraler oder topischer Gabe gezeigt (58). In klinischen Sicherheitsstudien an Menschen traten nach der Gabe von Glycyrrhizinsäure Bluthochdruck und Kaliummangel auf (58).
Ratten mit einem Gliom überlebten dosisabhängig länger, wenn sie oral einen Boswellinsäure-haltigen Extrakt aus Gummiharz erhielten. Bei Patienten mit einem Glioblastom konnte ein peritumorales Ödem durch solche Extrakte dosisabhängig reduziert werden. Weiterhin kann Boswellinsäure Apoptose induzieren und die Topoisomerase I hemmen (59). In Kombination mit fettreicher Nahrung wird die Substanz gut resorbiert (60).
Squalen kann chemisch induzierte Tumoren in Tieren hemmen, wenn der Wirkstoff vor oder während der Tumorinduktion verabreicht wird (61). Die Substanz kommt zum Beispiel in Fischlebertran und pflanzlichen Ölen vor (1).

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Ätherische-Öle-Naturstoffforschung-Terpene

Niemand beherrschte das Thema "Freie Radikale" besser als er. Wie sein Enkel zur Seite stehend (v.l.) Dr.med.habil. Gerhard Ohlenschläger Forschungsschwerpunkte waren Biologische Krebs-Forschung, Biochemie/Pathobiochemie, molekulare Biologie, klinisch-chemische Analytik, Glutathion und Glutathion-Derivate, Grenzgebiete zwischen Biochemie, Biophysik und Medizin, photochemische Reaktionen und Biophotonen-Effekte Therapieformen: Sauerstoff-Therapie, Glutathion-Therapie, Homöopathie und Homotoxikologie, Ozon-Therapie, hämatogene Oxidations-Therapie (H.O.T.: Blut-Licht-Sauerstoffbehandlung), antioxidative Therapien, orthomolekulare Therapie, unterstützende Krebs-Therapien, Fatigue-Behandlung. Hier im Frankfurter Consilium zum Thema AIDS mit Ralf Kollinger

Niemand beherrschte das Thema „Freie Radikale“ besser als er. Wie sein Enkel zur Seite stehend (v.l.) Dr.med.habil. Gerhard Ohlenschläger Forschungsschwerpunkte waren Biologische Krebs-Forschung, Biochemie / Patho-biochemie, molekulare Biologie, klinisch-chemische Analytik, Glutathion und Glutathion-Derivate, Grenz-gebiete zwischen Biochemie, Biophysik und Medizin, photochemische Reaktionen und Biophotonen-Effekte Therapieformen: Sauerstoff-Therapie, Glutathion-Therapie, Homöopathie und Homotoxikologie, Ozon- Therapie, hämatogene Oxidations-Therapie (H.O.T.: Blut-Licht-Sauerstoffbehandlung), antioxidative Therapien, orthomolekulare Therapie, unterstützende Krebs-Therapien, Fatigue-Behandlung. Hier im Frankfurter Consilium zum Thema AIDS mit Ralf Kollinger

Hier die Originalveröffentlichung mit handschriftlichen Markierungen von
Dr. med. habil. Gerhard Ohlenschläger
Ätherische Öle -Terpene Wissenschaftlich persönlich ausgehändigt von Dr. Gerhard Ohlenschläger